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Corona-Krise und Mittelstand: Einbruch bei M&A-Deals

Datum 03.12.2021

Rückgang der Deals um die Hälfte in 2020.

KfW Bankd aus Verantwortung

Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland sind für Investoren aus dem In- und Ausland grundsätzlich gefragte Ziele bei Fusionen und Übernahmen. Die Corona-Krise hat den Markt allerdings kräftig abgekühlt, wie eine aktuelle Studie von KfW Research zu Entwicklung und Struktur der M&A-Transaktionen (kurz für: Mergers and Acquisitions) im Mittelstand zeigt. Für das Jahr 2020 wurden bis dato nur knapp 600 solcher M&A-Deals registriert – das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um etwa die Hälfte. Anders als in den vorangegangenen Jahren überwiegt im Jahr des Pandemieausbruchs der Anteil ausländischer Investoren mit 51 %. Zwischen 2005 und 2019 betrug der durchschnittliche Anteil 43 %.

Mit Blick auf die Hauptziele der Übernahmen und Transaktionen liegen Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe weiterhin an der Spitze (34 %). Doch auch Unternehmen aus dem Wirtschaftsbereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sind überproportional gefragt. Während ihr Anteil am mittelständischen Unternehmensbestand bei gerade einmal 6 % liegt, lag im Coronajahr 2020 der Anteil der M&A-Transaktionen, die auf IKT-Unternehmen abzielten, bei dem etwa Fünffachen Wert (30 Prozent). Das entspricht einer merklichen Steigerung gegenüber dem langfristigen Durchschnitt – von 2005 bis 2019 waren es 19 %.

Der Digitalisierungsschub während der Corona-Krise hat das Interesse an Informations- und Kommunikationstechnologie-Unternehmen deutlich stiegen lassen: Eine Möglichkeit für Unternehmen, sich neue Technologielösungen und digitale Expertise ins Haus zu holen, besteht in der Übernahme von beziehungsweise einer Beteiligung an Unternehmen, die relevante Technologien oder digitales Wissen anbieten.

Quelle und weitere Informationen: KfW Research